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El Siluro – Zwei Wochen in Spanien – von Michael Seitz

Zugegeben – es war Anfangs schon etwas ein ungewöhnliches Gefühl für einen Karpfenangler bei einem Trip dabei zu sein, bei dem nahezu ausschließlich auf Waller gefischt wird. Zumal der Ebro rund um Mequinenza, neben den Wallern, einen unglaublich guten Karpfenbestand aufweist. Doch je näher der Termin rückte, steigerte sich meine Vorfreude immens – mehrere Faktoren spielten hier eine Rolle. Zum Einen natürlich der Hauch des Unbekannten, die Herausforderung sich mit dem König des Süsswassers anzulegen und mit meinen besten Freunden unvergessliche Tage bei sommerlichen Temperaturen mitten im Herbst erleben zu dürfen.

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  • Nach sehr anstrengenden 1.600 km standen wir am Rio Segre. Es war ein wahnsinniges Gefühl endlich auch einmal an diesem Gewässer sein zu dürfen. So zögerten wir keine Sekunde und machten kurzerhand unser Boot startklar für die erste Erkundungsfahrt. Die lange Fahrt war schnell vergessen, 22 Grad im Wasser und 30 in der Luft ließen sofort Urlaubsstimmung aufkommen.

    Es schien alles perfekt zu sein.

Allerdings kam uns eines im warsten Sinne des Wortes “spanisch” vor – es trieb sehr viel Kraut den Rio Segre herunter – im Ebro ebenfalls sehr viele Bäume. Als wir uns anschließend mit ein paar Anglern unterhalten haben, mussten wir erfahren, dass Tags zuvor ein sehr heftiges Unwetter rund um Mequinenza tobte. Das Beißverhalten der Fische ließ seitdem sehr nach.

Wir entschlossen uns für den ersten Tag das Erlebte einmal sacken zu lassen und erst am nächsten Morgen zu fischen.

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  • Gesagt – Getan. So fuhren wir recht früh mit Martin´s Boot los und versuchten die Waller mit dem Klopfen zu verführen.

    Ausgenommen von einer kurzen Attacke hatten wir hier aber kein Glück – die Welse verhielten sich sehr letargisch und reagierten mehr schlecht als Recht auf diese Methode. Auch in Spanien muss man für seine Fische hart arbeiten, selbst hier springt einem keiner ins Boot.

Ein Plan B musste her. Nach reichlicher Überlegung entschlossen wir uns die Waller mit dem Schleppen zu provozieren.

Wir entschlossen uns Wobbler mit 3m Tiefgang einzusetzen.

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Und – ZACK! Da war der erste Biss. Ein unglaublicher Einschlag! Wenn man hier nicht die Rute bombensicher festhält, reißt ein guter Waller einem diese aus der Hand! Und dieser erste Fisch sollte nicht der letzte sein – dieser heizte unsere Motivation an – die neue Taktik schien aufzugehen. Und wie – wir schleppten vom frühen Vormittag bis zum Abend den Embalse die Ribarroja rauf und runter und fingen noch etliche Welse auf unsere Rapala Wobbler. Darunter sogar drei richtig dicke Fische von 2,07m, 2,17 und 2,22m. Wir fühlten uns wie im siebten Angelhimmel:

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Es waren wunderschöne Tage im sommerlichen Spanien. Nun haben wir bereits Ende Oktober und eine Temperatur im heimischen Deutschland von knapp 8 Grad. Unglaublich wenn man knapp 3 Wochen vorher noch mit kurzer Hose bei sommerlichen 30 Grad die Sonne genossen hat.

Aber so ist das nunmal – wir hatten allesamt einen wundervollen Urlaub und jeder einzelne konnte seinen Waller personal best in die Höhe schrauben.

Das Fangen ist das Eine – solche Erlebnisse mit seinen besten Freunden teilen zu dürfen das Schönste. Martin, Michael, Sebastian, Uli – Ihr seid die Besten. Auf das nächste Mal!

Viele Grüße,

 

Michael Seitz

-Carp Sounder Supporter-

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